Kranke Mutter will inhaftierten Sohn sehen

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Seitenaufnahme eines Mannes vor Hochhauskulisse.

Huang Qi, Gründer und Verantwortlicher der Website ?64 Tianwang”

Huang Qi, Gründer und Verantwortlicher der Website ?64 Tianwang”, wurde am 29.?Juli 2019 zu zw?lf Jahren Haft verurteilt. Seine 87-j?hrige Mutter, Pu Wenqing, konnte ihn seit 2016 nicht mehr sehen und macht sich angesichts ihrer schlechten Gesundheit Sorgen, ob sie ihn überhaupt noch einmal sehen wird. Auch Huang Qi ist gesundheitlich stark angeschlagen. Zus?tzlich ist er in der Haft einem erh?hten Risiko ausgesetzt, gefoltert oder misshandelt zu werden, da er keinen Zugang zu einem Rechtsbeistand seiner Wahl oder seiner Familie hat.

Setzt euch für Huang Qi und seine Mutter Pu Wenqing ein!

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Dein Appell

In welcher Sprache m?chtet du den Brief verschicken? Bitte ausw?hlen

Sehr geehrter Herr Minister,

mit gro?er Sorge verfolge ich die Situation von Huang Qi. Bitte sorgen Sie dafür, dass Huang Qi sofort und bedingungslos freigelassen wird, es sei denn, es liegen ausreichende glaubwürdige und zul?ssige Beweise vor, nach denen er eine international anerkannte Straftat begangen hat, und er erh?lt einen Prozess, der internationalen Standards für faire Gerichtsverfahren entspricht.

Stellen Sie dringend sicher, dass Huang Qi in der Haft regelm??igen und uneingeschr?nkten Zugang zu seiner Familie und einem Rechtsbeistand seiner Wahl erh?lt und dass er nicht gefoltert oder anderweitig misshandelt wird.

Gew?hren Sie ihm bitte umgehend den regelm??igen und uneingeschr?nkten Zugang zu der von ihm ben?tigten medizinischen Versorgung.

Mit freundlichen Grü?en

Dear Minister Tang,

I am writing to express my concern for Huang Qi (黃琦), who is currently serving a 12-year sentence in Sichuan Bazhong Prison for peacefully exercising his right to freedom of expression. His 87-year-old mother, Pu Wenqing, is gravely ill and has been unable to see him since he was taken away in 2016.

I call on you to immediately:

  • Release Huang Qi immediately and unconditionally unless there is sufficient credible and admissible evidence that he has committed an internationally recognized offence and is granted a fair trial in line with international standards.
  • Pending his release, ensure that Huang Qi has regular, unrestricted access to family and lawyers of his choice and is not subjected to torture and other ill-treatment.
  • Pending his release, allow him prompt, regular and unrestricted access to medical care on request or as necessary.

Yours sincerely,

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Hier kannst du deinen Brief ausdrucken, um ihn per Post oder Fax an die Beh?rden zu senden, oder ihn direkt über dein eigenes E-Mail-Programm verschicken.

Bitte abschicken bis: 15.06.2020

Appell an:

Tang Yijun

Minister of Justice

6, Chaoyangmen Nandajie

Chaoyang Qu

Beijing Shi, 100051, CHINA

Sende eine Kopie an:

Botschaft der Volksrepublik China
S. E. Herrn Ken Wu
M?rkisches Ufer 54

10179 Berlin?
Fax: 030-27 58 82 21
E-Mail: [email protected]

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Amnesty fordert:

  • Bitte sorgen Sie dafür, dass Huang Qi sofort und bedingungslos freigelassen wird, es sei denn, es liegen ausreichende glaubwürdige und zul?ssige Beweise vor, nach denen er eine international anerkannte Straftat begangen hat, und er erh?lt einen Prozess, der internationalen Standards für faire Gerichtsverfahren entspricht.
  • Stellen Sie dringend sicher, dass Huang Qi in der Haft regelm??igen und uneingeschr?nkten Zugang zu seiner Familie und einem Rechtsbeistand seiner Wahl erh?lt und dass er nicht gefoltert oder anderweitig misshandelt wird.
  • Gew?hren Sie ihm bitte umgehend den regelm??igen und uneingeschr?nkten Zugang zu der von ihm ben?tigten medizinischen Versorgung.

Sachlage

Huang Qi (黃琦) verbü?t derzeit eine zw?lfj?hrige Haftstrafe im Gef?ngnis von Bazhong in der Provinz Sichuan, allein weil er friedlich sein Recht auf freie Meinungs?u?erung ausgeübt hat. Seine 87-j?hrige Mutter, Pu Wenqing, ist schwer krank. Sie konnte ihren Sohn seit seiner Festnahme 2016 nicht mehr sehen.

Am 25.?April 2020 ver?ffentlichte Pu Wenqing einen Offenen Brief im Internet. Darin schreibt sie, dass sie Huang Qi eigentlich zwei Monate nach seiner Verlegung in das Gef?ngnis von Bazhong im Dezember 2019 besuchen wollte. Doch nach dem Ausbruch der COVID-19-Pandemie wurde ihr Besuch abgesagt, und es liegen keine weiteren Informationen darüber vor, wann sie Huang Qi sehen darf.

Huang Qi, Gründer und Verantwortlicher der in Sichuan ans?ssigen Website ?64 Tianwang”, wurde am 29. Juli 2019 vom Mittleren Gericht der Stadt Mianyang wegen der ?Preisgabe von Staatsgeheimnissen“ (故意泄露國家秘密罪) und ?Weitergabe von Staatsgeheimnissen an eine ausl?ndische Organisation“ (境外非法提供情) zu zw?lf Jahren Haft verurteilt. Er ist ein gewaltloser politischer Gefangener und es besteht Anlass zu gro?er Sorge, da er seit seiner Verurteilung keinen Kontakt mehr zu einem Rechtsbeistand hatte. Auch sein Gesundheitszustand ist schlecht: Er leidet an einer chronischen Nierenerkrankung, an Hydrozephalus sowie an weiteren Herz- und Lungenerkrankungen. Es ist unklar, ob er in Gewahrsam Zugang zu angemessener medizinischer Versorgung erh?lt.

Hintergrundinformation

Hintergrund

Anfang Dezember?2018 wurde die Mutter von Huang Qi, Pu Wenqing, von Angeh?rigen der Polizei in der Provinz Sichuan mitgenommen, als sie gerade auf dem Weg nach Peking war, um diplomatischen Beistand für ihren Sohn zu erbitten. Laut verschiedener Quellen wurde sie mehrfach von Polizist_innen bedroht, bevor man sie am 21.?Januar?2019 aus der Haft entlie?. In ihrem Offenen Brief berichtet sie, dass sie von Angeh?rigen der Staatssicherheit daran gehindert wurde, Menschenrechtsanw?lt_innen zu treffen und zu beauftragen. Au?erdem betont sie, dass sich ihr Gesundheitszustand schnell verschlechtert. Sie hat Lungentumore und keinen Zugang zu einer ad?quaten Behandlung. Au?erdem leidet sie an Diabetes und hat Probleme mit ihrer Leber, ihrer Niere und ihrem Magen. Sie hat Angst, dass sie ihren Sohn nicht mehr sehen wird, bevor sie stirbt.

?64 Tianwang“ (www.64tianwang.com) wurde 1998 von Huang Qi und seiner Frau Zeng Li gegründet. Die Website ist eine der wenigen mit Sitz auf dem chinesischen Festland, die über Protestaktionen von Petitionsstellenden in China berichten und diese dokumentieren. Die meisten derjenigen, die für die Seite über die Proteste und Festnahmen von Petitionsstellenden schreiben, waren früher selbst Petitionsstellende.

Berichten zufolge wurde Huang Qi w?hrend seiner Haft mehrfach misshandelt. Am 23. Oktober 2018 gab er gegenüber seinem Rechtsbeistand an, dass ?rzt_innen und Angestellte der Hafteinrichtung Untersuchungsergebnisse zu seinem Bluthochdruck gef?lscht und Berichte zu seinem Gesundheitszustand besch?nigt haben. Am 28. Juli 2017 hatte Huang Qi seinem Rechtsbeistand bereits erz?hlt, dass er seit seiner Inhaftierung Ende 2016 misshandelt und gezwungen worden sei, stundenlang zu stehen. Wie Huang Qi seinem Rechtsbeistand am 3. November 2017 mitteilte, wurde er zwischen dem 24. und dem 26. Oktober mit Wissen von mindestens einem Gef?ngnismitarbeiter im Gef?ngnis der Stadt Mianyang in der Provinz Sichuan von Mith?ftlingen verprügelt.

Auch in den Vorjahren sind Huang Qi und weitere Mitwirkende der Website ?64 Tianwang“ von den chinesischen Beh?rden wiederholt festgenommen und drangsaliert worden. Huang Qi war zweimal inhaftiert. Er wurde zum ersten Mal im Juni 2000 festgenommen, am 11. Jahrestag des Massakers auf dem Tiananmenplatz. Im Mai 2003 erfolgten ein Schuldspruch wegen ?Anstiftung zur Untergrabung der Staatsmacht“ und eine Verurteilung zu fünf Jahren Haft. Er wurde erneut zu drei Jahren Haft verurteilt, als sich herausstellte, dass er an der Aufdeckung des Bauskandals im Zusammenhang mit dem Erdbeben von 2008 in Wenchuan in der Provinz Sichuan beteiligt war.

Laut ?64 Tianwang“ sind die Bürgerjournalist_innen der Website seit dem Amtsantritt von Pr?sident Xi Jinping im Jahr 2012 über 100 Mal verh?rt und mindestens 30 von ihnen gefangen oder offiziell in Haft genommen worden. Zehn Journalist_innen von ?64 Tianwang“ befinden sich gegenw?rtig in Haft, darunter Wang Jing, Zhang Jixin, Li Min, Sun Enwei, Li Chunhua, Wei Wenyuan, Xiao Jianfan, Li Zhaoxiu, Chen Mingyan und Wang Shurong.

Auch die Rechtsbeist?nde von Huang Qi sind zum Ziel von Vergeltungsma?nahmen durch die chinesischen Beh?rden geworden. Im Februar 2018 setzte das Justizministerium der Provinz Guangdong den in Guangzhou niedergelassenen Rechtsbeistand Sui Muqing darüber in Kenntnis, dass man ihm die Lizenz entzogen hatte. Der Rechtsbeistand, der Huang Qi zuvor vertreten hatte, ist der Ansicht, dass dies mit seiner Vertretung von Menschenrechtsverteidiger_innen zusammenh?ngt. Einem weiteren Rechtsbeistand von Huang Qi, Liu Zhengqing, wurde im Januar 2019 ebenfalls die Anwaltslizenz entzogen.